TAGUNGSBÄNDE

Hier finden Sie die Tagungsbände von verschiedenen Veranstaltungen der Volksanwaltschaft zum Download.

NGO-Forum

Jährlich organsisiert die Volksanwaltschaft ein NGO-Forum zur Vertiefung des Dialogs mit der Zivilgesellschaft.

Als Nationales Menschenrechtsinstitut ist die Volksanwaltschaft Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und Politik. Dabei arbeitet sie mit der Zivilgesellschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen und richtete hierfür das sogenannte NGO-Soundingboard ein. In diesem Board findet ein regelmäßiger Austausch zwischen und mit Vertreterinnen und Vertretern großer zivilgesellschaftlicher Organisationen statt. Dort wird auch vorab das Thema des jährlich stattfindenden NGO-Forums diskutiert und abgestimmt.

Die Ergebnisse des NGO-Forums werden in einem Tagungsband zusammengefasst. Da diese auch Fremdinhalte umfassen, sind nicht alle Dateien vollständig barrierefrei zugänglich.

NGO-Forum 2026: Blinde Flecken im Gesundheitssystem

Beim NGO-Forum 2026 der Volksanwaltschaft berichteten Expertinnen und Experten über Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen, Frauen und Armutsbetroffenen sowie über rassistische Diskriminierung. „Es ist wichtig, den Fokus auf jene Menschen zu setzen, die in solchen Diskussionen gerne vergessen werden: Benachteiligte Gruppen wie Armutsbetroffene, Menschen mit Behinderungen und Frauen, sowie nicht zuletzt Menschen, die von Rassismus im Gesundheitssystem betroffen sind“, sagte Volksanwalt Bernhard Achitz, der das NGO-Forum am 27. Mai in den Räumen des Dachverbands der Sozialversicherungsträger moderierte: „Besonders betroffen sind Menschen, die zu mehreren dieser Gruppen gehören, denn Diskriminierung tritt nicht isoliert auf.“ Die Links führen zu jeweils einer kurzen Zusammenfassung der Diskussionen zu den einzelnen Betroffenengruppen und teilweise zu den Präsentationen der Vortragenden.

Hinschauen statt Wegsehen - Gemeinsam Gewalt an Frauen entgegentreten

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist nach wie vor weit verbreitet – und bleibt dennoch häufig unsichtbar. In Österreich hat rund jede dritte Frau zwischen 18 und 74 Jahren seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt. Umso wichtiger ist es, Gewalt frühzeitig zu erkennen, Betroffene richtig anzusprechen und zu wissen, welche Unterstützungsmöglichkeiten bestehen.

Mit dem Fachforum „Hinschauen statt Wegsehen“ führt die Volksanwaltschaft gemeinsam mit der Stiftung Forum Verfassung die langjährige Bewusstseins- und Bildungsarbeit der Ringvorlesung „Eine von fünf“ in einem neuen Format fort. Im Mittelpunkt stehen geschlechtsspezifische Gewalt und die besondere Verantwortung von Menschen, die im Gesundheits- und Sozialbereich tätig sind oder künftig dort arbeiten werden.

Expertinnen und Experten aus Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Recht zeigen auf, wo Gewalt beginnt, wie sie erkannt werden kann und wie professionelles Handeln im Verdachtsfall aussieht. Das Fachforum vermittelt praxisnahes Wissen, stärkt Handlungskompetenzen und beleuchtet zugleich die menschenrechtlichen Verpflichtungen staatlicher Institutionen und Fachkräfte.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Studierende und angehende Fachkräfte aus Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Medizin, Pflege und verwandten Bereichen.

Hinschauen statt Wegsehen heißt Verantwortung übernehmen – und dazu beitragen, Gewalt sichtbar zu machen und Betroffene wirksam zu unterstützen.