Volksanwältin Gaby Schwarz: Ich wurde bei einem Sprechtag attackiert!

Dass die Gewaltbereitschaft gegenüber Amtsträgerinnen und Amtsträgern steigt, hat Volksanwältin Gaby Schwarz bei einem Sprechtag persönlich erlebt. Jetzt geht sie mit diesem Vorfall an die Öffentlichkeit, um an Behörden zu appellieren, ihre Sicherheitssysteme zu überdenken – im Sinne aller, die dort arbeiten oder Erledigungen machen.

Am 24.9.2025 hielt Volksanwältin Gaby Schwarz einen Sprechtag in Salzburg, im Schloss Mirabell, ab. Die drei Volksanwälte halten regelmäßig Sprechtage in ganz Österreich ab. Die Termine sind auf der Homepage der Volksanwaltschaft ersichtlich. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung im Vorfeld möglich. Während des Sprechtags ist ein Herr aus Tirol unangemeldet erschienen. Noch während die Volksanwältin ihn begrüßte, beschimpfte er sie und ging mit erhobenen Fäusten auf sie los. Die Volksanwältin konnte aus dem Raum flüchten und um Hilfe rufen. Die rasch eintreffende Polizei führte den Mann wenige Minuten später ab. Später stellte sich heraus, dass der Fall, den der Herr vorbringen wollte, der Volksanwaltschaft schon bekannt war. Er hatte bereits die Rückmeldung erhalten, dass eine Zuständigkeit der Volksanwaltschaft nicht gegeben ist. Im November 2025 wurde der Mann wegen des Delikts der Gefährlichen Drohung (§ 107 Abs 1 StGB) zu einer unter Bestimmung einer Probezeit von 3 Jahren bedingt nachgesehenen Freiheitsstrafe von 3 Monaten verurteilt.

Volksanwältin Gaby Schwarz nimmt diesen Vorfall zum Anlass, um an Behörden zu appellieren, ihre Sicherheitssysteme zu überdenken: „Plötzlich, aus dem Nichts in einem Amtsgebäude attackiert zu werden, war ein erschütterndes Erlebnis für mich. Das kann jeder und jedem passieren. Darum appelliere ich an alle Behörden, ihre Zugangs- und Sicherheitssysteme zu überdenken. Vor allem im Sinne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

„Ich bin viel in Österreich unterwegs. Ob es das Rathaus, die Bezirkshauptmannschaft oder eine andere Behörde ist - in die meisten Amtsgebäude kann man einfach hineinspazieren. Ohne Anmeldung oder Sicherheitsschleuse. In Zeiten höherer Gewaltbereitschaft und steigender Aggressionen kann das böse enden. Darum möchte ich auf das Gefahrenpotenzial aufmerksam machen und die öffentliche Verwaltung dahingehend sensibilisieren. Es geht nicht um Abschottung, sondern um die Sicherheit für alle Menschen, die in einer Behörde arbeiten oder Erledigungen machen.“


Übersetzung durch Künstliche Intelligenz

Volksanwältin Gaby Schwarz steht mit verschränkten Armen, schaut in die Kamera "Ich appelliere an Behörden, ihre Zugangssysteme zur überdenken", Volksanwältin Gaby Schwarz. Foto: Volksanwaltschaft/Elisas Pargan