Volksanwältin Gaby Schwarz: Gefängnis-Personal ist am Limit!

Die ORF Sendung "Thema" beleuchtet prekäre Haftbedingungen in Österreichs Justizanstalten. Volksanwältin Gaby Schwarz weist auf den virulenten Personalmangel und mangelnde psychiatrische Betten für Gefangene in Spitälern hin.

Österreichweit gibt es rund 3.100 Bedienstete der Justizwache für fast 10.000 Häftlinge. Laut Justizministerium liegt der Besetzungsgrad bei 94 Prozent. Nach Informationen der Volksanwaltschaft stimmt das nur auf dem Papier. Karenzen und Langzeitkrankenstände werden nicht berücksichtigt. “Ich begegne bei meinen Besuchen in Justizanstalten vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie fahren alle am Limit und fühlen sich allein gelassen - auch die Anstaltsleitungen”, betont Volksanwältin Gaby Schwarz und fordert einmal mehr, die Arbeitsbedingungen zu attraktivieren. 

Im tragischen Todesfall der Justizanstalt Hirtenberg sieht die Volksanwältin einen Präzedenzfall: “Dieser schwer psychotische Insasse hätte dort nie sein dürfen. Solche Fälle gehören auf die Psychiatrie in ein Spital und nicht in ein Gefängnis.” Seit Jahren appelliere ich, die Betten in den Spitälern zur akutpsychiatrischen Versorgung auszubauen. Doch es gibt nach wie vor zu wenige Plätze, während die Zahl jener Häftlinge steigt. Das muss sich im Sinne aller rasch ändern. 


Übersetzung durch Künstliche Intelligenz

Volksanwältin Gaby Schwarz spricht in ein ORF Mikro. "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gefängnissen fühlen sich alleine gelassen", Volksanwältin Gaby Schwarz. (Foto: Volksanwaltschaft)