Volksanwalt Achitz sagt: Man soll den Behörden besser Briefe schreiben.

Manche Menschen bekommen die Mindest-Sicherung in Wien nicht mehr bezahlt. Und manche Menschen müssen sehr lange auf die Mindest-Sicherung warten. Das ist schlecht.

Karin Maria L. war sehr krank.
Sie hatte 2 schwere Krankheiten.
Deshalb hat sie seit 2 Jahren keine Arbeit mehr.
Sie bekommt 750 Euro Arbeits-Losen-Geld im Monat.
Das ist zu wenig Geld zum Leben.
Deshalb bekommt sie auch noch die Wiener Mindest-Sicherung.
Die Wiener Mindest-Sicherung ist eine Sozial-Hilfe.
Die Sozial-Hilfe ist für Menschen, die zu wenig Geld haben.

Karin Maria L. bekommt das Arbeits-Losen-Geld und die Mindest-Sicherung zusammen.
Das nennt man auch: Aufstocken.

Im Oktober 2025 hat Karin Maria L. einen Job gefunden.
Sie arbeitet als Küchen-Hilfe.
Sie verdient 300 Euro im Monat mit dem Job.
Das hat sie der MA 40 gesagt.
Die MA 40 ist ein Amt in Wien.
Die MA 40 kümmert sich um Sozial-Hilfe.

Karin Maria L. dachte:
Jetzt bekomme ich 300 Euro weniger Mindest-Sicherung im Monat.
Aber die MA 40 hat anders reagiert:
Karin Maria L. hat gar keine Mindest-Sicherung mehr bekommen.

Die MA 40 hat etwas gemacht.
Das ist gegen das Gesetz.

L. hat monatelang kein Geld bekommen.
Die MA 40 hat L. auch keinen Brief geschrieben.
In dem Brief hätte stehen müssen:
Sie bekommen kein Geld mehr.
Das ist nicht richtig.
Das sagt Bernhard Achitz.
Bernhard Achitz ist Volks-Anwalt.
Er hat das in einer Fernseh-Sendung gesagt.
Die Fernseh-Sendung heißt: Bürger-Anwalt.
Die Sendung war am 20. Juni im ORF.

Die MA 40 darf das nicht machen.
Das steht im Gesetz zur Wiener Mindest-Sicherung.
Aber die MA 40 macht es trotzdem oft so.
In den Jahren 2024 und 2025 war das mehr als 100 Mal so.

Die Volksanwaltschaft hat dem Wiener Landtag davon erzählt.
Hier finden Sie den Bericht:
https://volksanwaltschaft.gv.at/fileadmin/user_upload/Downloads/Berichte/LT/W/47_Wien_2025_bf.pdf

Karin Maria L. sagt:
Ohne die Kinder wüsste ich nicht:
Was hätte ich gemacht?

Karin Maria L. hat kein Geld mehr bekommen.
Das war ein großes Problem für sie.
Sie bekommt Mindest-Sicherung.
Das heißt:
Sie muss vorher ihr ganzes Geld ausgeben.
Dann bekommt sie die Mindest-Sicherung.
Die Mindest-Sicherung ist Geld vom Staat.

Achitz sagt:
Man kann Menschen in so einer Situation nichtohne Geld lassen.
Sie müssen Essen kaufen können.
Und sie müssen Strom und Miete bezahlen können.

Karin Maria L. musste ihren Sohn um Geld bitten.
Nur so konnte sie die Rechnung für den Strom bezahlen.
Karin Maria L. sagt:
Ohne meine Kinder hätte ich nicht gewusst:
Was soll ich machen?

Jemand bekommt die Wiener Mindest-Sicherung.
Und die Person verdient jetzt ein bisschen Geld.
Dann kann die Person das der MA 40 sagen.
Die MA 40 kann dann glauben:
Die Person verdient Geld.
Dann kann die MA 40 der Person weniger Mindest-Sicherung geben.
Später kann die MA 40 prüfen:
Verdient die Person wirklich Geld?
Dafür kann die MA 40 Unterlagen von der Person verlangen.

Die Ämter müssen die Anträge in 3 Monaten fertig machen.

Achitz sagt:
Die MA 40 braucht oft zu lange für die Anträge von der Mindest-Sicherung.
Die MA 40 darf höchstens 3 Monate brauchen.
Aber die MA 40 sollte schneller sein.
Die Menschen brauchen das Geld zum Leben.

Karin Maria L. hat einen Antrag gemacht.
Sie hat den Antrag im Februar gemacht.
Der Antrag war für eine Verlängerung von der Mindest-Sicherung.
Karin Maria L. musste sehr lange warten.
Sie hat oft bei der MA 40 angerufen.
Irgendwann hat man ihr gesagt:
Ihr Antrag ist nicht bei uns angekommen.

Dann haben sich die Volksanwaltschaft und der Bürger-Anwalt gemeldet.
Dann hat die MA 40 etwas gemacht.
Sie hat den Antrag genehmigt.

Karin Maria L. will bald nicht mehr mit der MA 40 reden müssen.
Sie kann wahrscheinlich ab Herbst wieder arbeiten.

Sie müssen mit einer Behörde reden?
Dann machen Sie das am besten schriftlich.

Frau L. hat dem Volks-Anwalt Achitz ihr Handy gezeigt.
Sie hat die MA 40 oft angerufen.
Aber niemand hat abgehoben.
Der Volks-Anwalt Achitz sagt:
Man soll nicht bei Ämtern anrufen.
Das ist keine gute Idee.
Man soll lieber eine E-Mail schreiben.
Dann kann man besser zeigen:
Was hat das Amt gesagt?
Was hat man mit dem Amt ausgemacht?


Übersetzung durch Künstliche Intelligenz

Volksanwalt Bernhard Achitz im ORF-"Bürgeranwalt"-Studio (Archivbild) Bernhard Achitz: „Das Telefon ist das schlechteste Kommunikationsmittel mit Behörden. Nutzen Sie lieber E-Mail, da können sie im Zweifelsfall besser dokumentieren, was ausgemacht oder zugesagt wurde!“