Volksanwältin Gaby Schwarz stellt Schwerpunktbericht vor: Versorgung psychisch erkrankter Häftlinge ist prekär!

Volksanwältin Gaby Schwarz hat gemeinsam mit dem Leiter der Bundeskommission, Dr. Reinhard Klaushofer, die alarmierenden Ergebnisse des Schwerpunktberichts „Psychisch erkrankte Menschen: Versorgung im Strafvollzug auf dem Prüfstand“ vorgestellt.

Gaby Schwarz ist Volksanwältin.
Gaby Schwarz hat einen Bericht gemacht.
Der Bericht heißt: Psychisch erkrankte Menschen: Versorgung im Strafvollzug auf dem Prüf-Stand.
In dem Bericht geht es um die Hilfe für Gefangene mit psychischen Krankheiten.
Gaby Schwarz sagt:
Es gibt immer mehr Gefangene mit psychischen Krankheiten.
Aber es gibt zu wenig Hilfe für diese Gefangenen.
Die Volksanwaltschaft sagt das schon seit Jahren.
Aber das Justiz-Ministerium hat nichts gemacht.
Deshalb haben wir letztes Jahr eine Prüfung gemacht.
Jetzt haben wir die Ergebnisse von der Prüfung.

Die Ergebnisse sind schlimm:
Es gibt zu wenige Fachärzte und Fachärztinnen für Psychiatrie im Strafvollzug.
Deshalb müssen sich die Justiz-Wache-Beamten um die Gefangenen kümmern.
Aber die Justiz-Wache-Beamten haben keine Ausbildung dafür.
Deshalb sperren sie die Gefangenen oft in Einzel-Hafträume.

Wir haben viele Probleme gesehen bei der Prüfung.
Und wir haben viele Vorschläge für das Justiz-Ministerium.
Ich bitte das Justiz-Ministerium:
Machen Sie unsere Vorschläge!
Sonst wird es wieder schlimme Fälle geben.

Reinhard Klaushofer ist der Chef von einer Arbeits-Gruppe.
Die Arbeits-Gruppe heißt: Bundes-Kommission für den Straf- und Maßnahmen-Vollzug.
Reinhard Klaushofer sagt:
In den Gefängnissen gibt es Probleme.
Die Menschen in den Gefängnissen bekommen nicht genug Hilfe.
Das ist ein Problem für die Menschenrechte.
Manche Menschen brauchen besondere Hilfe.
Zum Beispiel:

  • Betreuung
  • Behandlung.

Diese Menschen bekommen nicht genug Hilfe.
Das ist gegen die Europäische Menschen-Rechts-Konvention.
In der Europäischen Menschen-Rechts-Konvention steht:
Die Menschen sollen gesund sein können.
Und die Menschen sollen sich gut fühlen können.

Für den Schwerpunktbericht hat man 17 Besuche gemacht.
Dabei hat man sich die Situation von 59 Menschen angesehen.
13 von diesen Menschen sind Frauen.
2 von diesen Menschen sind Jugendliche.
Die Volksanwältin sagt:
Man hat wieder gesehen:
Manche Gefangene haben sehr schlimme psychische Krankheiten.
Diese Gefangenen müssen in ein Krankenhaus.
Dort müssen sie eine psychiatrische Behandlung bekommen.
Dafür braucht man mehr Platz in den Krankenhäusern.

Gaby Schwarz sagt:
Es gibt zu wenig Psychiater in den Gefängnissen.
Psychiater sind Ärzte für die Seele.
Zum Beispiel:

  • Im Forensisch-therapeutischen Zentrum Wien Favoriten gab es zweieinhalb Jahre keinen Psychiater.
  • In der Justiz-Anstalt Wr.
    Neustadt und Justiz-Anstalt St. Pölten arbeitet ein Psychiater nur 4 Stunden in der Woche.
  • In der Justiz-Anstalt Wien-Josefstadt gibt es 1.200 Gefangene.
    Dort arbeiten die Psychiater zusammen 78 Stunden in der Woche.
    Aber nur 18 Stunden davon sind besetzt.
    Das heißt:
    Die Psychiater arbeiten nur 18 Stunden in der Woche.
  • In der Justiz-Anstalt Ried arbeitet ein Psychiater alle 2 Wochen für einen Tag.
    Gaby Schwarz sagt auch:

Die Ärzte tauschen zu wenig Infos aus.
Zum Beispiel:
Ein Allgemeinmediziner ist ein Arzt für den Körper.
Der Allgemeinmediziner schreibt etwas über einen Patienten auf.
Ein Psychiater kann das nicht lesen.
Vielleicht muss man die Medikamente von einem Patienten ändern.
Dann muss der Patient das dem Arzt sagen.
Das ist gefährlich.

Die Volksanwaltschaft sagt:
So kann man die Situation besser machen:

  • Es soll mehr Personal für die Behandlung von psychisch kranken Gefangenen geben.
  • Es soll mehr Schulungen für den Umgang mit psychisch kranken Menschen geben.
  • Die Fach-Dienste sollen Daten austauschen können.
  • Es soll in allen Justiz-Anstalten Angebote für Ergotherapie geben.
  • Es soll Personal mit einer Ausbildung in Psychiatrie und Kranken-Pflege geben.

Übersetzung durch Künstliche Intelligenz

Volksanwältin Gaby Schwarz sitzt an einem Tisch und spricht in Mikros. "Die Ergebnisse unseres Schwerpunktberichts sind alarmierend. Ich appelliere an das Justizministerium, unsere Empfehlungen umzusetzen", Volksanwältin Gaby Schwarz. (Foto: Volksanwaltschaft/Paul Gruber)