Volksanwältin Gaby Schwarz im ORF Interview: Betreuung psychisch erkrankter Häftlinge mangelhaft!

Der tragische Tod eines Häftlings in der Justizanstalt Hirtenberg rückt die prekäre Situation in Österreichs Gefängnissen ins Rampenlicht. In der ORF Sendung „Hohes Haus“ informiert Volksanwältin Gaby Schwarz über einen Prüfschwerpunkt zur Situation von Gefangenen mit psychischen Erkrankungen.

„Seit Jahren sage ich, dass die Betreuung psychisch erkrankter Insassen aufgrund des virulenten Personalmangels oft nicht im gebotenen Ausmaß möglich ist. Die Zahl der Häftlinge mit psychischen Erkrankungen steigt. Darum arbeiten wir derzeit an einem Prüfschwerpunkt zu diesem Thema“, verweist die Volksanwältin auf die Ergebnisse im Lauf des ersten Quartals 2026. Auch Christoph Koss, Geschäftsführer der Bewährungshilfe „Neustart“, betont, dass Justizanstalten der falsche Ort für Häftlinge sind, die psychiatrische Betreuung benötigen.

„Völlig unverständlich“ ist für Volksanwältin Gaby Schwarz, dass in einem Drittel der besonders gesicherten Hafträume noch immer Betonbetten zu finden sind. „Seit Jahren warnen wir vor diesen Gefahrenquellen. 2023 haben wir die frühere Justizministerin sogar explizit auf das Betonbett in der Justizanstalt Hirtenberg hingewiesen, an dem sich der Häftling laut Medienberichten verletzt hat. Ich erwarte, dass sämtliche Betonbetten umgehend entfernt werden.“

 


Übersetzung durch Künstliche Intelligenz

Volksanwältin Gaby Schwarz sitzt auf einem Stuhl in ihrem Büro und gibt ein TV Interview. "Häftlinge mit schweren psychischen Erkrankungen brauchen entsprechende Betreuung", Volksanwältin Gaby Schwarz.