Feuer-Wehr-Leute arbeiten freiwillig.
Das heißt:
Sie bekommen kein Geld für ihre Arbeit.
Die Feuer-Wehr-Leute haben eine Unfall-Versicherung.
Das heißt:
Vielleicht passiert den Feuerwehrleuten bei der Arbeit etwas Schlimmes.
Dann bekommen die Feuer-Wehr-Leute Geld von der Versicherung.
Die Versicherung heißt: AUVA.
Die Politiker und Politikerinnen sagen das immer wieder.
Eine junge Feuerwehrfrau hatte einen Unfall bei der Arbeit.
Jetzt hat die Feuerwehrfrau eine Behinderung.
Die Behinderung ist 100 Prozent.
Aber die Versicherung wollte der Feuerwehrfrau nicht helfen.
Die Feuerwehrfrau musste zur Volksanwaltschaft gehen.
Und die Feuerwehrfrau musste vor Gericht gehen.
Erst dann hat die Versicherung geholfen.
Der Volks-Anwalt Bernhard Achitz sagt:
Die Versicherung muss den Menschen schnell helfen.
Vielleicht will die Versicherung nicht helfen?
Dann muss man das Gesetz ändern.
Sonst will bald niemand mehr bei der Feuerwehr arbeiten.
Und niemand will mehr sein Leben für andere Menschen riskieren.
Dann müssen wir uns beim nächsten Hochwasser selbst helfen.
Vielleicht hilft die Versicherung nicht?
Dann können die Menschen keine gute Reha machen.
Und sie bekommen keine Versehrtenrente.
Eine Person hat einen Unfall im Einsatz.
Und die Person hat danach eine 100-prozentige Behinderung.
Marlies K. ist ein Mitglied von der Freiwilligen Feuerwehr.
Am 22. August 2024 war Marlies K. in Kronabittedt.
Kronabittedt ist ein Ort in Oberösterreich.
An diesem Tag hat die Sirene geheult.
Die Sirene ist ein sehr lautes Gerät.
Die Sirene zeigt:
Es gibt einen Einsatz für die Feuerwehr.
Marlies K. hat geschlafen.
Die Sirene hat sie geweckt.
Marlies K. war damals 19 Jahre alt.
Sie hat sich schnell angezogen.
Sie wollte zu dem Einsatz gehen.
Aber sie ist auf der Treppe gestürzt.
Man konnte Marlies K. wiederbeleben.
Ein Hubschrauber hat sie ins Krankenhaus geflogen.
Seit dem Sturz kann Marlies K. sehr schlecht sehen.
Das ist eine 100-prozentige Behinderung.
Die AUVA soll wissen:
Ein Alarm-Einsatz ist immer stressig.
Die AUVA wollte im Fall von Marlies K. nicht zahlen.
Ärzte haben Marlies K. untersucht.
Die Ärzte haben gesagt:
Marlies K. hat vielleicht eine seltene Krankheit.
Von dieser Krankheit kann man plötzlich sterben.
Das Fachwort ist: Herz-Tod.
Vielleicht hatte Marlies K. einen Herzstillstand.
Das heißt: Ihr Herz hat aufgehört zu schlagen.
Deshalb ist sie vielleicht hingefallen.
Das kann immer passieren.
Es passiert nicht nur bei einem Einsatz.
Achitz sagt:
Bei einem Alarm-Einsatz hat man immer viel Stress.
Das ist etwas ganz anderes als ein normaler Arbeits-Tag.
Die Gesetze sagen:
Die AUVA kann so einen Fall als Arbeits-Unfall sehen.
Aber Marlies K. musste erst vor Gericht gehen.
Dann haben die Ärzte sie nochmal untersucht.
Dann hat die AUVA gesagt:
Der Herzstillstand ist nur wegen dem Stress vom Einsatz passiert.
Versehrtenrente nur bei Anerkennung als Arbeits-Unfall
Es gibt freiwillige Hilfs-Organisationen.
Die Mitglieder von den Hilfs-Organisationen haben eine Unfall-Versicherung.
Die Versicherung ist für:
- die Ausbildung
- die Übungen
- die Einsätze.
Die Versicherung ist bei der AUVA.
Die Mitglieder müssen kein Geld für die Versicherung bezahlen.
Das steht im Gesetz.
Das Gesetz heißt: Allgemeines Sozial-Versicherungs-Gesetz.
Die kurze Form ist: ASVG.
Es gibt Regeln für Arbeits-Unfälle.
Arbeits-Unfälle sind Unfälle bei der Arbeit.
Die Regeln gelten auch für die Unfälle von den Mitgliedern von den Hilfs-Organisationen.
Zum Beispiel:
- Es gibt Hilfe bei der Rehabilitation.
Rehabilitation heißt:
Man soll wieder gesund werden. - Man bekommt eine Versehrtenrente.
Versehrtenrente heißt:
Man kann nicht mehr arbeiten?
Dann bekommt man Geld.