Nach Gewalt-Exzess gegen Ehepaar: Volksanwalt Luisser bekräftigt Forderung nach mehr Sicherheit wegen eminenter Risiken in Favoriten

Seit 2018 bestehendes Problem im Kurpark Oberlaa: Illegale Autorennen, Campieren am Parkplatz, Beschimpfungen, gewalttätige Auseinandersetzungen – Volksanwalt Luisser kritisiert zu geringe Polizeipräsenz und fehlende Lösungskonzepte zum Schutz der Bevölkerung in Favoriten.

Seit Jahren sind die Anrainer des Kurparks Oberlaa in Wien-Favoriten mit denselben Problemen konfrontiert. Lärmbelästigung durch Hochzeitskorsos und illegale Straßenrennen, Beschimpfungen sowie Gewalt-Eskalationen prägen seit 2018 das Bild des auf den ersten Blick idyllisch anmutenden Großstadt-Naturjuwels. Bereits im Jahr 2023 setzte sich die Volksanwaltschaft gemeinsam mit den Anwohnern für Maßnahmen zur Eindämmung der aus dem Ruder laufenden Entwicklungen ein. Es wurde in der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ darüber berichtet.

Jahre später hat sich für die Betroffenen an der Situation offensichtlich nichts geändert. Im Gegenteil – die Gegebenheiten haben sich sogar verschlimmert. Nachdem ein Ehepaar am Abend des 11. Juli 2026 im Kurpark aufs Brutalste verprügelt wurde, keimen alte Sicherheitsbedenken wieder auf.

„Durch den aktuellen Vorfall wird die seit Jahren von der Volksanwaltschaft geäußerte Kritik erneut bestätigt. Ich kritisiere die anhaltende Sicherheitsgefährdung der Bevölkerung und die chronische Unterbesetzung der Polizeidienststellen im Bezirk Favoriten. Die damit einhergehende fehlende Exekutivpräsenz vor Ort ist ein Manko, das schnellstmöglich beseitigt gehört“, sagte Volksanwalt Christoph Luisser.

Weniger Polizeibeamte als verfügbare Planstellen

Obwohl die Gesamtzahl aller polizeilichen Planstellen in Favoriten seit Jahren stagniert, verrichten aktuell deutlich weniger Polizeibeamte ihren Dienst im Bezirk als es verfügbare Planstellen gibt.

„Ich führe das von meinem Vor-Vorgänger Walter Rosenkranz eingeleitete amtswegige Prüfverfahren weiter und möchte wissen, welche polizeilichen Maßnahme seither unternommen wurden und warum die Exekutive im Bezirk Favoriten personell noch immer am Zahnfleisch nagt. Seit langem weisen wir darauf hin, dass Favoriten zu wenig Polizei-Planstellen hat und diese in den letzten 20 Jahren nicht gestiegen sind. Die jüngsten Zwischenfälle zeigen nun: Bei der Sicherheit zu sparen rächt sich“, ergänzte der Volksanwalt.


Volksanwalt Christoph Luisser