„Während Pissoirs kostenlos genützt werden können, sind WC-Kabinen in zahlreichen öffentlichen Toilettenanlagen in Wien kostenpflichtig. Frauen müssen also zahlen, während Männer ihrem Bedürfnis gratis nachkommen können. Seit fast drei Jahren kritisiere ich diesen besonderen Fall von Geschlechterungerechtigkeit. Dass die Stadt Wien diese Diskriminierung von Frauen bis heute nicht behoben hat, stinkt zum Himmel“, betont Volksanwältin Gaby Schwarz im Ö1-Mittagsjournal und verweist auf das entsprechende Prüfergebnis im Bericht der Volksanwaltschaft an den Wiener Landtag von 2023.
„In Wien kostet Gleichberechtigung für Frauen extra, nämlich 50 Cent pro Erleichterung. Die Begründung, dass bei WC-Kabinen ein höherer Reinigungsaufwand nötig ist, lasse ich nicht gelten. Denn seien wir ehrlich – Männer treffen bei einem Urinal auch nicht immer ins Schwarze“, so die Volksanwältin. „Ich erwarte von der Stadt Wien, diese Ungleichbehandlung umgehend zu beheben. Entweder es zahlen alle oder es zahlt niemand. Schluss mit Toiletten-Diskriminierung. Gleichbehandlung beim Toilettengang ist kein Luxus, sondern Pflicht", betont Volksanwältin Gaby Schwarz.
"Schluss mit Toiletten-Diskriminierung", Volksanwältin Gaby Schwarz. Foto: Volksanwaltschaft/Michael Gruber