Die Volksanwaltschaft startet am 27. Februar mit einem neuen Format zum Thema Gewalt gegen Frauen, diesmal in Kooperation mit der Stiftung Forum Verfassung. Mit der Veranstaltung wollen wir für geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisieren, vor allem im Kontext von Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Gesundheitsberufen. Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Menschen, die künftig in diesen Berufen arbeiten wollen, also etwa Studierende an Fachhochschulen für Sozialarbeit, an Kollegs für Sozialpädagogik, der Medizin oder der Rechtswissenschaften.
„Hinschauen statt Wegsehen: Gewalt gegen Frauen und Mädchen erkennen, ansprechen und verhindern – Verantwortung übernehmen im Gesundheits- und Sozialbereich“
Freitag, 27. Februar 2026, 9 bis 12:30 Uhr, Einlass ab 8:30 Uhr - NUR MIT ANMELDUNG
Verfassungsgerichtshof (VfGH), Freyung 8, 1010 Wien
Die gesamte Veranstaltung wird live in die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) übersetzt.
Persönliche Teilnahme vor Ort: Die Plätze für die Veranstaltung vor Ort sind ausgebucht. Bitte im Fall einer Verhinderung um Absage!
Wir laden alle weiteren Interessierten ein, am Livestream teilzunehmen. Der Einstieg in den Livestream wird hier am 27. Februar 2026 gegen 9 Uhr möglich sein. Sie benötigen keine Zugangsdaten. Das Videofenster finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Was erwartet Sie?
Expertinnen und Experten zeigen auf, was Gewalt ist, wo sie beginnt und was das mit Menschenrechten zu tun hat. Fachleute aus der Praxis von Medizin, Pflege und Sozialarbeit berichten, wie man richtig handelt und welche Präventionsansätze erfolgreich sind. Neben der Sensibilisierung für Formen geschlechtsspezifischer Gewalt – insbesondere im Kontext von Gesundheitsversorgung, Sozialarbeit und Rechtsprechung, zielt das Fachforum darauf ab, Handlungskompetenzen zum Erkennen, Ansprechen und Weiterleiten von Fällen häuslicher bzw. institutioneller und sexualisierter Gewalt zu vermitteln, die menschenrechtlichen Verpflichtungen staatlicher Institutionen und Fachkräfte aufzuzeigen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Bewusstseinsbildung zu fördern.
Aus dem Programm:
- Begrüßung und Einführung: VfGH-Präsident Christoph Grabenwarter, Michaela Schierhuber (Stiftung Forum Verfassung), Volksanwältin Gaby Schwarz
- Impulsvortrag: „Gewalt an Frauen als Menschenrechtsverletzung“: Elisabeth Holzleithner, Institut für Rechtsphilosophie, Universität Wien
- Praxispanel: „Erkennen und Handeln – aus der Praxis von Medizin, Pflege und Sozialarbeit“: Andrea Berzlanovich (Lehrveranstaltungsleiterin „Eine von fünf“), Grainne Nebois-Zeman (Vertretungsnetz), Barbara Schrammel (Frauen* beraten Frauen*).
- Moderation: Volksanwalt Bernhard Achitz
- Kurzvorträge zu Präventionsansätzen: Henriette Loeffler-Stastka (MedUni Wien, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin), Andrea Arnold & Marion Gruber (samara – Verein zur Prävention von (sexualisierter) Gewalt), Romeo Bissuti (Dachverbands Männerarbeit Österreich), Philipp Leeb (poika – Verein zur Förderung gendersensibler Bubenarbeit), Maria Rösslhumer (StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt)
- Abschluss & Reflexion: Diskussion mit den Teilnehmenden, Einladung zu weiterführenden Initiativen und Netzwerken
