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Volksanwaltschaft unterstützt japanisches Forschungsprojekt

20. März 2018

In seiner Doktorarbeit befasste sich Herr Shindo bereits mit dem Einfluss von  parlamentarischen Ombudsman Einrichtungen auf die Qualität von Verwaltungsentscheidungen in umweltrelevanten Fragen. Die dazu erfolgte Feldforschung in Neuseeland, Australien und Ungarn hat gezeigt, dass nationale Ombudsman Institutionen diese Entscheidungsprozesse signifikant beeinflussen und damit auch systemischen Problemen entgegenwirken können.

Im aktuellen Forschungsprojekt erweitert Herr Shindo seine Feldforschung von der nationalen, auf eine regionale Ebene. Im aktuellen Projekt liegt der Fokus seiner Arbeit auf der Europäischen Union. Als Beispielinstitutionen führt Herr Shindo dabei Gespräche mit den Ombudseinrichtungen in Irland, Österreich, Schweden und Ungarn und untersucht vor allem auch deren Zusammenarbeit mit dem Büro der Europäischen Bürgerbeauftragten und dem Arhus Convention Compliance Committee (ACCC).

Von besonderem Interesse war für Herrn Shindo die Situation in Österreich, wo sowohl die Volksanwaltschaft – als nationale Einrichtung – als auch die Umweltanwaltschaften der einzelnen Bundesländer mit umweltbezogenen Themen befasst sind. Im europäischen Kontext verwies Dr. Kräuter auf die gute Kooperation der Volksanwaltschaft mit dem Büro der Europäischen Bürgerbeauftragten; so zum Beispiel im Rahmen einer Anfrage bezüglich des Zulassungsverfahrens für Pestizide und das möglicherweise damit in Zusammenhang stehende Bienensterben.

„Umwelthemen betreffen uns alle und gehen uns alle etwas an. Eine grenzübergreifende Kooperation ist bei diesen Themen essentiell und wird von der Volksanwaltschaft auch sehr gefördert“, erklärt Kräuter. Die Volksanwaltschaft hat gerne mit ihrer Expertise zur akademischen Arbeit von Herrn Shindo beigetragen.