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Eine von Fünf
Die Volksanwaltschaft ist eine unabhängige Kontrolleinrichtung. Ihre Aufgaben sind in der Bundesverfassung und dem Volksanwaltschaftsgesetz festgelegt.
  • Heimopferrente

    Nach dem neuen Heimopferrentengesetz (HOG) gebührt „Heimopfern“ eine monatliche Zusatzrente von EUR 300,- zwölf Mal jährlich zur Pension. Anspruch haben auch Bezieherinnen und Bezieher einer Dauerleistung der Mindestsicherung aufgrund von Arbeitsunfähigkeit und alle anderen Betroffenen ab dem gesetzlichen Pensionsalter.

    Voraussetzung dafür ist, dass das ehemalige Gewaltopfer bereits eine Entschädigung einer Opferschutzeinrichtung erhalten hat. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, gegenüber der Rentenkommission der Volksanwaltschaft darzulegen, Opfer von Missbrauch und Gewalt in einem Kinder- oder Jugendheim bzw. Internat des Bundes, der Länder und der Kirchen oder bei einer Pflegefamilie geworden zu sein.

  • Antrag auf Heimopferrente

    Wer kann eine Heimopferrente beantragen?

    Das Antragsformular finden Sie hier.

    – Pensionistinnen und Pensionisten

    – Bezieherinnen und Bezieher einer Dauerleistung der
       Mindestsicherung wegen Arbeitsunfähigkeit

    – Personen im Pensionsalter

     

    Wo kann ich einen Antrag auf eine Heimopferrente stellen?

    Das Antragsformular finden Sie hier.

    Bei diesen Stellen können Sie einen Antrag stellen:

    – Pensionsversicherungsanstalt (PVA)
    – Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA)
    – Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB)
    – Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB)
    – Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter – Pensionsservice (BVA)
    – Sozialministeriumservice (SMS)
    – jedem anderen Sozialversicherungsträger (z.B. Gebietskrankenkasse)
    – Rentenkommission der Volksanwaltschaft
    – Gericht oder Gemeindeamt

     

    Ist die Volksanwaltschaft für mich zuständig?

    Die Volksanwaltschaft befasst sich mit Anträgen von Personen, die noch keine Entschädigung einer Opferschutzeinrichtung erhalten haben oder deren Antrag abgelehnt wurde.

    Die pensionsauszahlende Stelle bzw. das Sozialministeriumservice informieren die Volksanwaltschaft über diese Anträge. Die Volksanwaltschaft (Büro der Rentenkommission) tritt danach mit den Antragstellerinnen und Antragstellern in Kontakt.

     

    Wie ist der Verfahrensablauf bei der Volksanwaltschaft?

    Die pensionsauszahlende Stelle bzw. das Sozialministeriumservice informiert die Volksanwaltschaft über den Antrag.

    Die Volksanwaltschaft kontaktiert die Betroffenen.

    Die Volksanwaltschaft holt sich den Akt der Jugendwohlfahrtsbehörde.

    Die Antragstellerin bzw. der Antragsteller wird zu einem Gespräch bei einem Clearing-Experten eingeladen. Der Clearing-Experte erstellt gemeinsam mit der Antragstellerin bzw. dem Antragsteller einen Bericht (ca. vier Seiten).

    Der Clearing-Bericht wird anonymisiert und der Rentenkommission vorgelegt.

     

    Wer ist die Rentenkommission?

    Die Rentenkommission wird von Volksanwalt Günther Kräuter geleitet und besteht aus zwölf Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Berufen. Die Mitglieder der Rentenkommission finden Sie hier.

     

    Welche Aufgabe hat die Rentenkommission?

    Die Rentenkommission befasst sich mit Anträgen von Personen, die noch keine Entschädigung einer Opferschutzeinrichtung erhalten haben oder deren Antrag abgelehnt wurde.

    Die Rentenkommission beurteilt die im Clearing festgestellten Umstände und das Vorbringen der Antragstellerinnen und Antragsteller. Der Rentenkommission werden nur anonymisierte Unterlagen vorgelegt. Das heißt, die Rentenkommission kennt die Namen der Antragstellerinnen und Antragsteller nicht.

    Die Rentenkommission beurteilt, ob die Schilderungen glaubhaft sind. Sie macht schließlich der Volksanwaltschaft einen Vorschlag für eine Entscheidung.

     

    Wer entscheidet über meinen Antrag?

    Die Volksanwaltschaft übermittelt der pensionsauszahlenden Stelle bzw. dem Sozialministeriumservice eine begründete schriftliche Empfehlung. Der Vorschlag der Rentenkommission ist Grundlage für diese Empfehlung.

    Die pensionsauszahlende Stelle bzw. das Sozialministeriumservice entscheidet schließlich über Ihren Antrag mit Bescheid. Der Bescheid wird Ihnen von der pensionsauszahlenden Stelle bzw. dem Sozialministeriumservice zugeschickt.

     

    Ich bin mit dem Bescheid der pensionsauszahlenden Stelle bzw. des Sozialministeriumservices nicht einverstanden!

    Sie können gegen den Bescheid innerhalb einer Frist von vier Wochen ab Zustellung des Bescheides eine Klage vor dem Arbeits- und Sozialgericht (ASG) erheben.

  • Kontakt zum Büro der Rentenkommission

    Anschrift:
    Volksanwaltschaft
    Singerstraße 17
    Postfach 20
    1015 Wien

    kostenlose Servicenummer (werktags von 8:00 bis 16:00 Uhr):
    0800 223 223 - 256 ODER 144
    Telefonnummer: +43 / (0)1 / 515 05-0
    Fax: +43 / (0)1 / 515 05-150 / 190
    E-Mail: hog@volksanwaltschaft.gv.at

  • Mitglieder der Rentenkommission

    Volksanwalt Dr. Günther KRÄUTER (Leiter der Rentenkommission)

    Brigitte DÖRR (Büroleiterin, Unabhängige Opferschutzanwaltschaft)

    Dr. Gabriele FINK-HOPF (Vizepräsidentin, OLG Wien)

    Dr. Norbert GERSTBERGER (Richter, LG für Strafsachen Wien)

    Prim. Dr. Ralf GÖßLER (Kinder- und Jugendpsychiater, KH Hietzing)

    Dr. Hansjörg HOFER (Behindertenanwalt)

    a. Univ.-Prof. Dr. Michael JOHN (Sozialhistoriker, JKU)

    Prof. (FH) Mag. Dr. Rainer LOIDL (Soziologe, FH Joanneum Graz)

    Dr. Oliver SCHEIBER (Leiter BG Meidling, Vorstandsmitglied Weisser Ring)

    Romana SCHWAB (Obfrau, Verein ehemalige Heim- und Pflegekinder)

    Mag. Natascha SMERTNIG (Weisser Ring Wien)

    Barbara WINNER, MSc (Psychologin, Kinder- und Jugendanwaltschaft Tirol)

    Mag. Hedwig WÖLFL (Psychologin und Psychotherapeutin, Die Möwe)