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Volksanwält Günther Kräuter eröffnet internationales NPM Training in Vilnius

6. Juli 2016

Nach einem ersten Treffen in Riga 2015 erarbeitete das IOI in enger Kooperation mit der anerkannten Vereinigung zur Verhinderung von Folter (Association for the Prevention of Torture - APT) nun erneut ein Trainingsformat, in dem es um die Implementierung des präventiven Mandates ging.

Immer mehr Ombudsmann-Einrichtungen werden im Rahmen ihrer Aufgabe zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte auch mit der Folterprävention betraut, sodass ein hoher Bedarf für maßgeschneiderte Trainingsprogramme besteht. Dementsprechend gab es auch eine große Nachfrage nach dem aus IOI-Mitgliedschaftsbeiträgen finanzierten Training, das Ombudspersonen und leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 17 verschiedenen Ländern zusammenbrachte.

Ausgewiesene Expertinnen und Experten des APT führten durch ein interaktives und abwechslungsreiches Programm, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur Wissen vermittelte sondern vor allem auch dem gegenseitigen Gedanken- und Erfahrungstausch diente.

Das diesjährige NPM-Folgetraining beschäftigte sich vor allem mit dem Austausch von Erfahrungen und versuchte Methoden zu finden, um die neuen Herausforderungen in der Arbeit als Nationaler Präventionsmechanismus zu meistern. Im Fokus standen hier vor allem die Arbeit und das Monitoring in psychiatrischen Einrichtungen.

Dazu betonte Volksanwalt Dr. Günther Kräuter, dass vor allem die weniger traditionellen freiheitsentziehenden Einrichtungen, wie Psychiatrien und Pflegeheime mehr in den Fokus der Nationalen Präventionsmechanismen rücken müssen. Zum ersten Mal nahmen deshalb bei dem Arbeitstreffen in Vilnius auch medizinisches Fachpersonal und Experten aus psychiatrischen Einrichtungen bei dem Training teil und konnten ihr vielschichtiges Wissen in der Diskussion mit den Teilnehmern teilen.

Für die Volksanwaltschaft nahmen mehrere Expertinnen und Experten des österreichischen NPM teil.