0800 223 223

kostenlose Servicenummer

Eine von Fünf
Die Volksanwaltschaft ist eine unabhängige Kontrolleinrichtung. Ihre Aufgaben sind in der Bundesverfassung und dem Volksanwaltschaftsgesetz festgelegt.
  • Rente für Heimopfer

    Heimopfer können nach dem neuen Heimopferrentengesetz (HOG) eine Zusatzrente bekommen. Diese Rente beträgt 300 Euro pro Monat, 12 Mal im Jahr, zusätzlich zur Pension.

     

    Rot unterstrichene Informationen sind Links. Das bedeutet, Sie bekommen weitere Informationen, wenn Sie darauf klicken.

  • Wer kann eine Rente für Heimopfer beantragen?

    ·         Betroffene ab dem gesetzlichen Pensionsalter

    ·         Betroffene, die Mindestsicherung bekommen,
              weil sie arbeitsunfähig sind

    ·         Betroffene, die bereits eine Pension erhalten

    Voraussetzungen:

    Sie haben als Heimopfer bereits eine Entschädigung von einer Opferschutzeinrichtung erhalten (zum Beispiel von Opferschutzstelle Bundesland, Weisser Ring, Opferschutzanwaltschaft, …).

    Oder:

    Sie erklären der Rentenkommission der Volksanwaltschaft, dass Sie Opfer von Missbrauch und Gewalt geworden sind. Diese Gewalt haben Sie in einem Kinder- oder Jugendheim oder in einer Pflegefamilie erlebt. Das Heim oder Internat wurde vom Bund, einem Bundesland oder der Kirche geführt.

  • Wo stellen Sie Ihren Antrag auf eine Rente für Heimopfer?

    Bei diesen Stellen können Sie einen Antrag stellen:

    ·         PVA: Pensionsversicherungsanstalt

    ·         SVA: Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen
              Wirtschaft

    ·         SVB: Sozialversicherungsanstalt der Bauern

    ·         VAEB: Versicherungsanstalt für Einsenbahnen und
              Bergbau

    ·         BVA: Versicherungsanstalt öffentlicher Bediensteter

    ·         Sozialministeriumservice (SMS)

    ·         andere Sozialversicherungsträger
               (z.B. Gebietskrankenkasse)

    ·         Rentenkommission der Volksanwaltschaft

    ·         Gericht oder Gemeindeamt

  • Ist die Volksanwaltschaft zuständig?

    Wenn Sie noch keine Entschädigung von einer Opferschutzeinrichtung bekommen haben oder Ihr Antrag abgelehnt wurde.

  • Der Ablauf bei der Volksanwaltschaft:

    ·       Die Volksanwaltschaft wird von der Stelle, die Ihre
            Pension bezahlt, oder vom  Sozialministerium informiert.

    ·       Sie werden von der Volksanwaltschaft kontaktiert.

    ·       Die Volksanwaltschaft holt sich Ihren Akt bei
            der Jugendwohlfahrtsbehörde.

    ·       Sie werden zu einem Gespräch bei einer Expertin oder
            einem Experten eingeladen. Diese Person erstellt mit
            Ihnen einen Bericht, der ungefähr 4 Seiten lang ist.

    ·       Dieser so genannte Clearing-Bericht wird anonymisiert,
            Ihr Name wird also aus dem Bericht gelöscht.
            Dann bekommt die Rentenkommission diesen Bericht.

     

  • Was ist die Rentenkommission?

    12 Expertinnen und Experten mit unterschiedlichen Berufen bilden die Rentenkommission. Volksanwalt Günther Kräuter leitet die Kommission.

    Das sind die Mitglieder der Rentenkommission:

    ·         Volksanwalt Dr. Günther Kräuter
               (Leiter der Rentenkommission)

    ·         Brigitte Dörr
              (Büroleiterin, Unabhängige
              Opferschutzanwaltschaft)

    ·         Dr. Gabriele Fink-Hopf
              (Vizepräsidentin, OLG Wien)

    ·         Dr. Norbert Gerstberger
              (Richter, LG für Strafsachen Wien)

    ·         Prim. Dr. Ralf Gößler
               (Kinder- und Jugendpsychiater, KH Hietzing)

    ·         Dr. Hansjörg Hofer
              (Behindertenanwalt)

    ·         a. Univ.-Prof. Dr. Michael John
              (Sozialhistoriker, JKU)

    ·         Prof. (FH) Mag. Dr. Rainer Loidl
              (Soziologe, FH Joanneum Graz)

    ·         Dr. Oliver Scheiber
              (Leiter BG Meidling,
              Vorstandsmitglied Weisser Ring)

    ·         Romana Schwab
              (Obfrau, Verein ehemalige Heim- und Pflegekinder)

    ·         Mag. Natascha Smertnig
              (Weisser Ring Wien)

    ·         Barbara Winner, MSc
               (Psychologin, Kinder- und
               Jugendanwaltschaft Tirol)

    ·         Mag. Hedwig Wölfl
              (Psychologin und Psychotherapeutin, Die Möwe)

  • Welche Aufgabe hat die Rentenkommission?

    Die Rentenkommission prüft Anträge auf eine Heimopferrente von Personen,

    ·         die noch keine Entschädigung erhalten haben.

    ·         die einen Antrag gestellt haben, der abgelehnt wurde.

    Die Rentenkommission prüft den Bericht, der gemeinsam mit Ihnen erstellt wurde. Der Bericht ist anonymisiert, das heißt, dass die Rentenkommission Ihren Namen nicht kennt. Die Rentenkommission beurteilt, ob Ihre Beschreibung der Erlebnisse glaubhaft ist. Dann bekommt die Volksanwaltschaft von der Rentenkommission einen Vorschlag für eine Entscheidung.

  • Wer entscheidet über Ihren Antrag?

    Die Volksanwaltschaft schickt an die pensionsauszahlende Stelle oder das Sozialministerium die Empfehlung der Rentenkommission. Diese Stelle entscheidet über Ihren Antrag. Sie bekommen einen Bescheid per Post zugeschickt.

  • Sie sind nicht einverstanden mit dem Bescheid?

    Sie können gegen den Bescheid innerhalb von 4 Wochen ab der Zustellung eine Klage erheben. Diese Klage bringen Sie vor dem Arbeits- und Sozialgericht (ASG) ein.

  • Kontakt zum Büro der Rentenkommission:

    Volksanwaltschaft
    Singerstraße 17
    Postfach 20
    1015 Wien

    Service-Nummer (kostenlos):
    werktags von 8.00 bis 16.00 Uhr
    0800 223 223 256 oder
    0800 223 144

    Telefonnummer: 01 515 050
    Fax: 01 51505 150 oder 01 51505 190
    E-Mail: hog@volksanwaltschaft.gv.at