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Kräuter zu Masern in Graz: Politik muss endlich handeln

28. Jänner 2019

Das Gesundheitsministerium lehnt die Aufnahme der Impfung in den Mutter-Kind-Pass bisher ab. Volksanwalt Günther Kräuter fordert angesichts der aktuellen Masern-infektionen in Graz endlich wirksame gesundheitspolitische Maßnahmen.

Kräuter: „Seit Jahren fordert die Volksanwaltschaft eine konsequente Gesundheitspolitik gegen die hochansteckenden und gefährlichen Masern. Vor allem Kleinkinder, die noch nicht geimpft werden dürfen, sind die Leidtragenden.“ Statistisch gesehen würde ein Masernerkrankter rund 18 Personen anstecken, ein 15-jähriger Schüler habe vor zwei Wochen in der steirischen Landeshauptstadt möglicherweise hunderte Menschen infiziert. Das LKH Graz musste mittlerweile 300 Personen kontaktieren, mindestens acht weitere Kinder seien mittlerweile erkrankt, darunter ein erst vier Monate altes Baby.

Riesenchance durch die Reform des Mutter-Kind-Pass

Nun müsse endlich eine Masern-Impfpflicht in den Mutter-Kind-Pass aufgenommen werden, was die Gesundheitsministerin allerdings schriftlich bisher gegenüber der Volksanwaltschaft abgelehnt habe.

Kräuter: “Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Diese Chance muss ergriffen werden, denn Aufklärungskampagnen und Appelle haben sich als letztlich wirkungslos erwiesen."  Mit dieser einfachen gesundheitspolitischen Maßnahme wäre in absehbarer Zeit eine 95-prozentige Durchimpfungsrate erreichbar und die Masern wären kein Thema mehr.